S4-Felspassage Steiler Felsabschnitt auf S4-Level.
S4-Spitzkehre Oben sehr enge Passage, Versetzen des Hinterrades nötig, um innen das Geländers zu klären.
S4-Absätze Hohe, kantigen Absätze im alpinen Gelände. ´
S4-Spitzkehre Scharfe Spitzkehre auf schmalem Felsvorsprung.

Schwierigkeitsgrad S4

S4 beschreibt sehr steile und stark verblockte Singletrails mit großen Felsbrocken und/ oder anspruchsvollen Wurzelpassagen, dazwischen häufig loses Geröll. Extreme Steilrampen, enge Spitzkehren und Stufen, bei denen das Kettenblatt unweigerlich aufsetzt kommen im 4. Grad häufig vor.

Um im 4. Schwierigkeitsgrad zu fahren sind Trial-Techniken wie das Versetzen des Vorder- und Hinterrades (z. B. in den Spitzkehren) absolut notwendig, genauso wie perfekte Bremstechnik und Balance. Nur Extremfahrer und Ausnahmebiker können S4 bewältigen, selbst das Hinabtragen dieser Passagen ist häufig nicht ungefährlich.

Wegbeschaffenheit • verblockt, viele große Wurzeln / Felsen
• rutschiger Untergrund, loses Geröll
Hindernisse Steilrampen, kaum fahrbare Absätze
Gefälle > 70%/35°
Kurven ösenartige Spitzkehren
Fahrtechnik perfekte Bike-Beherrschung mit Trial-Techniken nötig,
wie das Versetzen des Hinterrades in Spitzkehren

Beispielfotos

Wichtige Anmerkung für diejenigen, welche die gezeigten Passagen kennen:
Um die jeweilige Klassifizierung für die anderen Betrachter nachvollziehbar zu machen, basiert sie ausschließlich auf dem optischen Eindruck, so wie er durch das Foto vermittelt wird! Dieser kann jedoch z. B. durch Kameraperspektive oder Objektivverzerrung verfälscht sein, weshalb der tatsächliche S-Grad teilweise von dieser Klassifizierung abweicht.

Beispielwege Haftungsausschluß)

Aus nachfolgenden Gründen ist für die Einteilung der Beispiele jegliche Haftung und Gewähr ausgeschlossen:
  • Die Schwierigkeitseinteilung dient lediglich der Orientierung und gibt keinen Aufschluß über den Gefahrengrad.
    Das Verletzungsrisiko steigt tendenziell mit dem S-Grad, doch auch ein Sturz von einem exponierten S1-Trail kann gravierende Folgen haben.
  • Witterungsbedingungen und körperliche Verfassung des Bikers können den Trail wesentlich schwieriger erscheinen lassen als klassifiziert.
  • Die Schwierigkeit kann sich im alpinen Gelände aufgrund von Erosion aber auch durch Wegebaumaßnamen schnell ändern.

M-Trail, Trentino
øS-Grad: S3, max. S-Grad: S4
„Der M-Trail ist eine grob ausgedrückt endlos lange Treppe. Der Trail geht häufig direkt am Abgrund entlang, die Absturzgefahr ist also fast allgegenwärtig. Meist hat der Weg S3 Niveau, wenige S2er Passagen lassen einen nur kurz verschnaufen. Auf dem gesamten Trail sind etliche 4er Passagen, häufig bei höheren Stufenabsätzen und in engen Serpentinen.
Der Weg macht nur wirklich Spaß wenn man S4 Niveau beherrscht, sonst muss man mit einigen Tragepassagen rechnen."

Niederjoch, Abfahrt zum Vernagt Stausee, Südtirol
øS-Grad: S3, max. S-Grad: S5
„Diese früher als unfahrbar bezeichnete schwere alpine Abfahrt ist zumindest im ersten Sektor mit S4 einzustufen. Später führt der Trail dann aber durchschnittlich auf S2 Niveau ins Tal.
Direkt an der Similaun Hütte beginnt auf 3.020 m eine der spektakulärsten Abfahren der Alpen. Schon nach fünf Metern einrollen wird man von einer heftigen S4 Passage begrüßt, die zudem mit einem bis zu 400 Meter tiefen Blick in den Abgrund ausgestattet ist. Auf der gesamten Abfahrt ist der Vernagt Stausee zu sehen, der einem stets als türkisblaues Auge aus der Tiefe des Tals bei jeder der talwärtsgerichteten Bemühungen beobachtet.
Auf an sich griffigem, aber überaus scharfkantigem Granit geht es fortan auf 500 m Weg 500 m in die Tiefe. Schwere Steintreppen auf S3 Niveau enden in sehr engen Spitzkehren, die mit S4 einzustufen sind. Auch hier ist der ständige Blick in den Abgrund garantiert, zudem stehen einem auf der gesamten Abfahrt spitze Granitnadeln entgegen. Zwischen den Granitfelsen hat sich überall Sand und Geröll abgelagert, was die Passagen immer wieder auf S4 Niveau erhebt. Die ganze Abfahrt ist äußerst verblockt und erfordert überdurchschnittliches Fahrkönnen. Insgesamt wird S4 Niveau vorausgesetzt, um am Niederjoch wirklich Spass an der Abfahrt zu haben.
Nach dieser Steilpassage, die auch mit einigen kurzen S5 Abschnitten dekoriert ist, windet sich der Trail auf S3 Niveau in engen Serpentinen einen großen Schuttkegel hinab. Wie verlassen nun das alpine Felsgelände und fahren fortan auf einem mit großen Steinplatten gepflasterten Weg über Almwiesen auf S2 Niveau. Auch hier sind immer wieder schwere Passagen an Steilstücken sowie einige Bachdurchfahrten zu bewältigen. Später läuft der Trail auf S2 Niveau langsam aus, bis man schließlich kurz vor dem Stausee einen kleinen Bauernhof erreicht.."

Weitere Fotos und Beispieltrails zu diesem S-Grad findet Ihr auf der Website von Willi Hofer www.bikerides.at und den Vertridern www.vertriders.com.